Jazzcologne 2008                 Freitag, 31.10.2008

 

Übersicht Programm                   31.10. 01.11. 02.11. 03.11. 04.11.

Eisenrot           WDR Funkhaus Köln Sendesaal 2                            18:00 h 

Eintritt frei

In Zusammenarbeit mit den Hamburger Jazztagen:

Die Posaunisten Heinz-Erich Gödecke und Christophe Schweizer haben ihre jeweiligen Trios fusioniert, um fortan als Posaunen-Doppel-Trio Eisenrot für Furore zu sorgen. Beide waren bislang vor allem in der Avantgarde zu Hause. Nun machen sie ihre Erfahrungen als improvisierende Musiker für das Publikum erlebbar: Hochemotional und seelenvoll spielen die sechs eine hymnische „Ur“-Musik, in der die Leistungen und das Wissen der zeitgenössischen Moderne zwischen Komposition und Improvisation ebenso wiederzufinden sind wie das Ursprüngliche und Archaische der Musiken der Welt.

Christophe Schweizer_tb, didgeridoo, Heinz-Erich Gödecke tb didgeridoo, tibetan horn, Philipp Steen_b, John Hughes_b, Dirk Achim Dhonau_dr, Björn Lücker_dr

http://www.eisenrot.de

 

 WDR Jazzpreis 2008   WDR Funkhaus / Klaus von Bismarck Saal               20:00 h  

Eintritt: € 8,80/ € 4,40

 
Big Stuff („Jazz-Nachwuchs“)
Hubertus Nuss ( WDR Jazzpreis "Jazz-Improvisation")
Auch im Jazz sind zehn Jahre eine lange Zeit. So lange ist es her, dass das Debüt-Album „The Shimmering Colours Of The Stained Glass“ des in Köln lebenden Pianisten Hubert Nuss erscheinen ist – als erstes musikalisches Statement seines Trios mit John Goldsby (Bass) und John Riley (Schlagzeug). Seitdem spielen diese drei Musiker zusammen, insgesamt drei CDs hat das Hubert Nuss Trio veröffentlicht, jede für sich ein Dokument einer ungewöhnlichen musikalischen Entwicklung. Nuss’ harmonische Sprache auf dem Klavier klingt individuell und persönlich. Mit seiner technisch außergewöhnlichen Improvisationskunst und seiner sensiblen wie kraftvollen Anschlagskultur bewegt er sich an der Grenze zwischen Struktur und Freiheit, zwischen Klarheit und Verspieltheit, zwischen Intellekt und Gefühl. Im Zusammenspielt mit seinen beiden amerikanischen Partnern reflektiert der WDR-Jazzpreisträger 2008 zudem die fast 100-jährige Geschichte des Jazz und die zeitgenössische Moderne der europäischen Improvisationsmusik. Hubert Nuss_p, John Goldsby_b, John Riley_dr


Gabriel Pérez (WDR Jazzpreis "Jazz-Komposition")
   

Das Stück „
Que Dios Te Lo Deba“, mit dem sich der gebürtige Argentinier, seit langem in Köln lebende Gabriel Pérez in „Jazz-Komposition“ für den WDR Jazzpreis 2008 beworben hat, ist ein Paradebeispiel für seine Arbeit als Komponist und Arrangeur. In den Themen-Parts hat Pérez die Stimmen des Orchesters eng verwoben, um einen farbenprächtigen Tutti-Klang zu bekommen. Die Chorusse der Solisten hingegen sind sparsam instrumentiert, zumeist nur begleitet von der Rhythmusgruppe. Brüche im Ablauf sind aber nur eines von vielen seiner kompositorischen Arbeit. Pérez Harmonik, Rhythmik und Melodik sind stets breit angelegt. Darin mixt er die expressive Kraft des US-amerikanischen Jazz mit der tänzerischen Eleganz seiner Heimat Südamerika und der ausdrucksstarken Sprache der Spätromantik Europas. Ach ja: Gabriel Pérez ist auch ein instrumentaltechnisch versierter, ideenreich improvisierender Altsaxofonist und Klarinettist.
Gabriel Pérez_comp, arr, sax, cl, Marko Lackner_ld

WDR Big Band Köln: Andy Haderer, Rob Bruynen, Klaus Osterloh, John Marshall, Wim Both_tp, Ludwig Nuss, Bernt Laukamp, Mattis Cederberg_tb, Heiner Wiberny, Karolina Strassmayer, Olivier Peters, Paul Heller, Jens Neufang_sax, cl, fl, Frank Chastenier_p, key, org, John Goldsby_b, Paul Shigihara_g, Hans Dekker_dr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The Knuutz 2                                          Stadtgarten / Konzertsaal             22:00 h 
Brooklyn Funk Essentials           

Eintritt: € 10/12

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The Knuutz 2
Schon immer haben Jazzmusiker über den eigenen "Tellerrand" geschaut und sich mit verschiedenen Spielformen auch der populären Musik auseinander gesetzt. Eine Blütezeit waren die 1970er, als man den Jazz nicht nur mit Rock, sondern auch mit Soul à la Motown Records und Funk à la George Clinton infizierte. So ist es auch bei The Knuutz 2: Mit dem Wissen von Heute blickt diese mit jungen deutschen Musikern besetzte Band auf die Zeit vor 30 Jahren, als das Experimentieren mit verschiedenen Gattungen das "Non plus ultra" war.

 

 

Brooklyn Funk Essentials
1993 rief der Produzent Arthur Baker die Brooklyn Funk Essentials ins Leben. Rasch wurde dieses Acid-Jazz-Kollektiv zu einer festen Größe in der New Yorker Jazz- und Slam-Poetry-Szene, und mit der Version des Pharoah-Sanders-Klassikers „The Creator Has A Masterplan“ konnte man sogar einen veritablen Underground-Hit landen. Mit wechselnden Besetzungen und stets offen für Gastauftritte bekannterer und unbekannterer Musiker verfeinerte man im Laufe der Jahre die eigene, eh schon besondere und eigenwillige Form des Funk auch noch mit Reggae, Latin, Dub, House und HipHop. Nachdem es Anfang des neuen Jahrzehnts ruhig um die Brooklyn Funk Essentials geworden war, feierten sie vor zwei Jahren mit der CD „In The Buzz Bag“ ein furioses und umjubeltes Comeback.

 

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