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Arve Henriksen & Stuart Nicholson –
Gesprächskonzert
Stadtgarten, Konzertsaal
13 Uhr |
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| Mit dem britischen
Journalisten Stuart Nicholson und dem norwegischen Trompeter
Arve Henriksen treffen zwei Querdenker des Jazz aufeinander. „Is
Jazz Dead? (Or Has It Moved To A New Address)“ lautet der Titel
von Nicholsons kontrovers diskutiertem Buch, indem er die
Ansicht vertritt, dass die Innovationen im Jazz heute nicht mehr
aus Amerika, sondern vielmehr aus Europa kommen. Sein Gegenüber,
Arve Henriksen, gilt als einer jener skandinavischen
Improvisationskünstler, für den der amerikanische Jazz reine
Theorie ist, die es in Büchern nachzulesen gilt. Der Trompeter
ist vielmehr auf der Suche nach neuen Klangebilden, in denen er
versucht, die Weite seiner norwegischen Heimat einzufangen, und
sich dabei an seinem eigenen kulturellen Erbe orientiert. Damit
gehört er zweifellos zu jenen Musikern im Bereich der
improvisierten Musik, die Stuart Nicholson zu den heutigen
Innovatoren des Jazz zählt. Nicholson entfachte mit seiner These
eine kontroverse Debatte darüber, wem der Jazz kulturell
eigentlich zugeschrieben werden kann. Die Debatte wurde vom
US-amerikanischen Downbeat Magazine weiter angeheizt, als es im
Mai diesen Jahres mit dem schwedischen Trio e.s.t. zum ersten
Mal eine europäische Band auf der Titelseite abbildete, und
damit für Empörung sorgte – vor allem in den USA.
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Erik Truffaz Quartet
WDR Funkhaus
Wallrafplatz / Saal 2
18:00 Uhr |
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| „Der Norden
Europas hat zurzeit die besten Musiker, wenn es darum geht, eine
Mischung aus elektronischen Sounds und Improvisation zu finden“,
ist Erik Truffaz überzeugt. „Ich habe mich entschieden, nicht
mit Electronics zu arbeiten. Ich will akustische Musiker finden,
die diesen Sound spielen.“ Diese Musiker hat der 1960 in der
Schweiz geborene Trompeter gefunden: Mit Marcello Guiliani
(Bass), Marc Erbetta (Drums) und Patrick Muller (Piano) konnte
er in den vergangenen Jahren ein Quartett formen, das die
stilistische Grenzüberschreitung zum musikalischen Prinzip
erhoben hat. Jazz und Weltmusik, Elektro und Rock verbinden sich
zu einem homogenen, stets aber auch durchlässigen Amalgam. Er
selbst spricht von „reiner“ Popmusik, wenn es darum geht, seine
musikalische Vision zu beschreiben. Denn: „Ich bewege mich in
die Richtung eines Improvisierens ohne Solo, eines Konzeptes
ohne jemanden an der Spitze“, so der Trompeter in Jazz thing.
Erik Truffaz:
tp / Patrick Muller: p / Marcello Guiliani: b / Marc Erbetta: dr
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„Symbiosis“ – Kompositionen
von Markus Stockhausen WDR
Funkhaus / Klaus-von-Bismarck-Saal
20:00 Uhr
Eintritt: € 8,80 / € 4,30 ermäßigt
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| Markus Stockhausen & Tara
Bouman & Deutsche Kammerakademie Neuss
Nach dem Konzert mit dem Schweizer
Erik Truffaz steht nun ein weiterer namhafter Trompeter aus
Europa im Mittelpunkt: Markus Stockhausen. Längst ist dieser
Trompeter aus dem Schatten seines Vaters Karlheinz heraus
getreten, längst hat er sich auf das Abenteuer Improvisierte
Musik eingelassen. Heutzutage ist Markus Stockhausen ein
anerkannter Stilist, der sich international durchgesetzt hat –
als Instrumentalist wie auch als Komponist. Dieser Abend ist so
eine Werkschau, zu der der „WDR Jazzpreis“-Träger von 2005 mit
seiner Ehefrau, der holländischen Klarinettistin Tara Bouman,
und der Deutschen Kammerakademie Neuss das Publikum einlädt. „Komprovisation“
ist ein Stichwort, das in Stockhausens Werk eine entscheidende
Rolle spielt, „Intuitive Musik“ ein weiteres. Beide Begriffe
beschreiben anschaulich sein System: der spontane und freie
Umgang mit dem Material, das schöpferische Arbeiten im
Augenblick, ein sich Fallenlassen aus und Loslassen von
vorgegebenen Strukturen – all das tritt in Kompositionen wie „Ascent
And Pause“, „Relief“ oder „Symbiosis“ deutlich zu Tage.
„Improvisierte Musik ist eine empfundene Musik, die die Einheit
von Denken und Fühlen zum Ausdruck bringt“, so Markus
Stockhausens Überzeugung.
Markus Stockhausen: tp / Tara
Bouman: cl / Deutsche Kammerakademie Neuss / Lavard Skou Larsen:
ld
Im Radio:
WDR 3 Konzert /29.10. / 20:05 bis 22:00 Uhr / WDR 3
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