Jazzcologne 2007                 Freitag, 26.10.2007

 

Übersicht Programm                   26.10. 27.10. 28.10. 29.10. 30.10.

Barbara Buchholz/Arve Henriksen/Jan Bang            WDR Funkhaus Saal 2                    18:00 Uhr  

Das Theremin, vom sowjetischen Physiker Lew Thermen in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfunden, ist das einzige Instrument, das ohne direkte Berührung gespielt wird. „Es ist eine ganz poetische Spielweise. Man hebt die Hand und erzielt plötzlich den höchsten Klangpegel, ohne auf etwas drauf zu hauen oder rum zu kratzen. Alles ist leicht und tänzerisch“, erklärt Barbara Buchholz. Die Berlinerin ist aber nicht nur eine Virtuosin auf diesem frühen elektroakustischen Instrument. Wurden Anfangs häufig Werke der (Spät-)Romantik darauf gespielt, so holt Buchholz das Theremin ins Hier und Jetzt der improvisierten Musik. Ihre Wunschformation, von der WDR 3 jazz.cologne nun erfüllt, war dieses Trio mit den beiden Norwegern Arve Henriksen und Jan Bang: Stellt der eine, Henriksen, auf der Trompete fast eine Erweiterung des ungewöhnlichen Klangspektrums des Theremins dar, so ist der andere, Bang, ein echter „remix“-Meister, der das Live-Geschehen ad hoc zu samplen und zu interpretieren versteht. Der Clou bei diesem Konzert: Dieser Dreier kommt an diesem Abend zum allerersten Mal auf einer Bühne zusammen.

Barbara Buchholz: theremin / Arve Henriksen: tp / Jan Bang: elect

WDR Jazzpreis 2007           WDR Funkhaus Wallrafplatz /  Klaus-von-Bismarck-Saal      

Eintritt: € 8,80 / € 4,30 ermäßigt                                                                                                                       20:00 Uhr  

WDR Big Band, Ltg. Michael Abene
mit Kompositionen von Jesse Milliner

 

20:00 Uhr
WDR Jazzpreis „Improvisation“: Sebastian Sternal Trio

In Kooperation mit den beiden Jazzabteilungen der Musikhochschulen in Köln und Essen und der Jazzredaktion des Westdeutschen Rundfunks feiert eine neue Initiative Premiere: WDR 3: Campus Jazz. Zweimal jährlich gibt es in beiden Städten Doppelkonzerte mit Hochschul-Jazzensembles, die aufgezeichnet und dann innerhalb der Kulturwelle WDR 3 ausgestrahlt werden. Premieren-Ort in Köln: das Loft in Ehrenfeld. Den Anfang macht: das Sebastian Sternal Trio. Bereits dort war es offenkundig, was die WDR-Jazzpreis-Jury dann im August dann vollends überzeugte – dass sich nämlich drei junge Musiker auf den Weg gemacht haben, die geschichtsträchtige Gattung Jazz-Piano-Trio aus europäischer Perspektive zu reflektieren und zu transzendieren. Nicht das Kopieren der großen Vorbilder, von Bill Evans über Keith Jarrett bis hin zu Brad Mehldau, steht beim Sebastian Sternal Trio im Vordergrund. Vielmehr greift dieser Dreier mit den Originalkompositionen des Bandleaders den Strang dieser US-Amerikaner auf und verknüpft ihn kunstvoll mit europäischer Klassik und Romantik, mit Folklore und Filmmusik. Das Ergebnis: eine eigene, ganz und gar persönliche Klangsprache, die eine Brücke zwischen den (Musik-)Kulturen schlägt.

Sebastian Sternal: p / Robert Landfermann: b / Axel Pape: dr


 

21:00 Uhr
WDR Jazzpreis „Komposition“: Jesse Milliner & WDR Big Band
Jesse Milliners verschiedene künstlerische Abschlüsse sprechen eine deutlichte Sprache: ein Diplom für Jazzklavier der Essener Folkwang Hochschule für Musik und ein „Master Of Music Degree“ der Manhattan School Of Music, Diplome für Jazzkomposition der Musikhochschule Köln und für Film- und Medienmusik der Filmakademie Baden-Württemberg. Aber prädestinieren diese akademischen Abschlüsse auch für eine Karriere als Komponist zeitgenössischer, improvisierter Musik? Im Falle des 1973 in Köln geborenen Milliners fällt die Antwort leicht: Ja! Denn der oft auch als Keyboarder und Pianist zu hörende Komponist kennt sich hervorragend in beiden Welten aus, in der europäischen Klassik und Moderne ebenso wie im Jazz US-amerikanischer Prägung und im Latin. Sein bisheriges schreiberisches Werk hat jedenfalls die Jury des WDR Jazzpreises vollauf überzeugt: Milliner sei ein „erstaunlich reifes Talent“ mit großer Kenntnis der US-amerikanischen Tradition, heißt es in der Begründung. Ach ja, seine diversen Abschlüsse sind auch der Grund dafür, dass er ab diesem Jahr eine akademische Karriere einschlägt – in Mainz an der Hochschule für Musik als Professor für: natürlich Jazzkomposition und -arrangement.

WDR Big Band / Michael Abene: ld / Jesse Milliner: p, keyb / Renis Mendoza: perc / Felipe „Chichi“ Mandingo: perc / Roberto Quintero: perc / Krischan Frehse: b

 

CSM-Big Band, Big Band der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf,
Leitung: Romano Schubert

Moderation: Roger Willemsen

Im Radio: WDR 3/Ö1 Jazznacht / 27./28.10. / 20.05 bis 6.00 Uhr / WDR 3

 

 

Bill Evans "Soulgass"         Stadtgarten, Konzertsaal                                                     22:30 Uhr  
Eintritt: € 12,00 (vvk)/ € 16,00 (ak)

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Bill Evans Soulgrass Band

Nashville, Tennessee: Diese Stadt im Mittleren Westen der USA ist eigentlich als Hochburg für „weiße“ Spielformen populärer Musik bekannt, hier sind vor allem Country & Western oder Bluegrass zu Hause. Hin und wieder kommt aber auch der ein oder andere Jazzmusiker in die „Music City“, wie Nashville auch genannt wird. Zum Beispiel Bill Evans. Nach seinen anfänglichen Jazzrock-Experimenten, nach seinen Fusionierungen von Jazz mit Funk, Soul und Rap war dieser Saxofonist auf der Suche nach Neuem – und ließ sich von der kreativen Atmosphäre in der Stadt zu seiner von ihm als „Soulgrass“ bezeichneten, ungewöhnlichen Musikmixtur inspirieren. Der Brückenschlag zwischen Bluegrass, Soul, Funk und Jazz ist Evans tatsächlich geglückt: Ohne Reibungsverluste passen sich Banjo und Fiddle der jazzgemäßen Phrasierungskunst etwa seines Tenorsaxofons an, auch diese für Bluegrass typischen Instrumente lassen sich hochvirtuos und kreativ handhaben – ohne dass sie ihre spezifischen Klangfarben im Jazzumfeld verlieren würden. Bill Evans hat eine einfache Erklärung, weshalb ihm sein Experiment so gelungen ist: „Ich wollte keine Musiker, die Jazz spielen, sondern solche, die ihr eigenes Ding machen.“

Bill Evans: ss, ts / Christian Howes: v / Ryan Cavanaugh: bj / DAVE ANDERSON : b / Joel Rosenblatt: dr

Im Radio: WDR 3/Ö1 Jazznacht / 27./28.10. / 20.05 bis 6.00 Uhr / WDR 3

 

 

 

Stadtgarten Konzertsaal

 

WDR Funkhaus Wallrafplatz

 
26.10 Bill Evans "Soulgrass
22:30 Uhr

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27.10.

Cologne Contemporary Jazz Orchestra - Ltg. Sherisse Rogers
20:00 Uhr

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WDR NACHTMUSIK aus dem STADTGARTEN
Kristin Asbjørnsen

22:00 - 23.00 Uhr

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Hiromi 
23:30 Uhr

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28.10. Arve Henriksen & Stuart Nicholson – Gesprächskonzert
13:00 Uhr

Eintritt frei

29.10.

Denis Gäbel Trio
20:00 Uhr

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Ravi Coltrane Group  
21:30 Uhr
 

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30.10.

Laia Genc “Liaison Tonique”
20:00 Uhr  

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Mephista  
21:30 Uhr  

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26.10.

Barbara Buchholz/Arve Henriksen/Jan Bang   
Saal 2 - 18:00 Uhr

  WDR Jazzpreis 2007 Konzerte & Verleihung
WDR Big Band
Klaus von Bismarck - 20:00 Uhr

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27.10. Florian Ross Oktett „8Ball“   
Saal 2 - 18:00 Uhr
28.10. Erik Truffaz Quartet      
Saal 2 - 18:00 Uhr
  „Symbiosis“ – Markus Stockhausen   und die Deutsche Kammerakademie Neuss
Klaus von Bismarck - 20:00 Uhr

 

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