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Bill Evans Soulgrass Band Nashville, Tennessee: Diese Stadt im Mittleren Westen der USA ist eigentlich als Hochburg für „weiße“ Spielformen populärer Musik bekannt, hier sind vor allem Country & Western oder Bluegrass zu Hause. Hin und wieder kommt aber auch der ein oder andere Jazzmusiker in die „Music City“, wie Nashville auch genannt wird. Zum Beispiel Bill Evans. Nach seinen anfänglichen Jazzrock-Experimenten, nach seinen Fusionierungen von Jazz mit Funk, Soul und Rap war dieser Saxofonist auf der Suche nach Neuem – und ließ sich von der kreativen Atmosphäre in der Stadt zu seiner von ihm als „Soulgrass“ bezeichneten, ungewöhnlichen Musikmixtur inspirieren. Der Brückenschlag zwischen Bluegrass, Soul, Funk und Jazz ist Evans tatsächlich geglückt: Ohne Reibungsverluste passen sich Banjo und Fiddle der jazzgemäßen Phrasierungskunst etwa seines Tenorsaxofons an, auch diese für Bluegrass typischen Instrumente lassen sich hochvirtuos und kreativ handhaben – ohne dass sie ihre spezifischen Klangfarben im Jazzumfeld verlieren würden. Bill Evans hat eine einfache Erklärung, weshalb ihm sein Experiment so gelungen ist: „Ich wollte keine Musiker, die Jazz spielen, sondern solche, die ihr eigenes Ding machen.“ Bill Evans: ss, ts / Christian Howes: v / Ryan Cavanaugh: bj / DAVE ANDERSON : b / Joel Rosenblatt: dr Im Radio: WDR 3/Ö1 Jazznacht / 27./28.10. / 20.05 bis 6.00 Uhr / WDR 3
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