Jazzcologne 2006                 Samstag, 28.10.2006

 

Übersicht Programm                   27.10. 28.10. 29.10. 30.10. 31.10. 01.11. 02.11.

Florian Weber Trio „Minsarah“           WDR Funkhaus Wallrafplatz / Kleiner Sendesaal  18:00 Uhr  

Der Name dieses multinational besetzten Trios ist bereits ein Hinweis: Das Wort „Minsarah“ kommt aus dem Hebräischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt „Prisma“. Und wie ein Prisma das einfallende Licht in seine Spektralfarben aufbricht, so zerlegen Florian Weber (Piano) aus Deutschland, Jeff Denson (Drums) aus den USA und Ziv Ravitz (Drums) aus Israel seit nunmehr sechs Jahren die sich weitverzweigenden Traditionslinien der Gattung Jazz-Piano-Trio in ihre Einzelteile – um sie mit intuitiv geprägtem Zusammenspiel neu zusammenzusetzen. Gleichgültig, ob die drei jungen Musiker mit komplexen Strukturen und Formen experimentieren, oder ob sie sich hart swingend mit einem Modern Mainstream US-amerikanischer Prägung auseinandersetzen, stets klingt das Ergebnis frisch, unverbraucht und intensiv – und es besticht zudem durch eine risikofreudige Abenteuerlust. Mittlerweile sind auch die Medien auf das Trio „Minsarah“ aufmerksam geworden und geben sich begeistert; „Weltklasse“ ist zum Beispiel zu lesen, oder es heißt schlicht: „eine Entdeckung“.

Florian Weber: p, kalimba, elec, Jeff Denson: b, Ziv Ravitz: drums

Info: www.minsarah.com 

(im Radio: WDR3 Jazznacht: wdr3 jazz.cologne / 28.10. & 29.10. / 20.05-06.00 Uhr)

 

Cologne Contemporary Jazz Ochestra           Stadtgarten / Konzertsaal                             20:00 Uhr  
Eintritt: € 12 (vvk) /16 (ak) eur

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Ltg. Darcy James Argue

Vor vier Jahren, im Herbst 2002, haben junge Musiker, Komponisten Arrangeure aus dem Kölner Raum das Cologne Contemporary Jazz Orchestra (CCJO) ins Leben gerufen. Das Ziel: Big-Band-Jazz abseits von ausgetretenen Mainstream-Pfaden zu bieten. Die stilistische Palette der bisher aufgeführten Projekte ist breit und reicht von klassischen Big-Band-Programmen über modernen, sich ab und an avantgardistisch gebenden Orchester-Jazz bis hin zu oft humorigen Bearbeitungen von Pop- und Rockmusik. Gespannt darf man nun darauf sein, welches Repertoire Darcy James Argue dem CCJO auf die Pulte legen wird. Der in Kanada geborene, mittlerweile in New York lebende Komponist und Arrangeur sorgt im Big Apple mit seinen reformerischen, häufig sogar bilderstürmerischen Big-Band-Programmen, wie er sie seit geraumer Zeit unter anderem mit seiner eigenen Großformation Secret Society aufführt, gehörig für Aufsehen. Eine transatlantische Zusammenarbeit der besonderen Art.

Jan Schneider: tp, Florian Beckmann: tp, Matthias Bergmann: tp, Ryan Carniaux: tp, Mentzel Mutzke: tp, Jürgen Neudert: tb, Ansgar Striepens: tb, Andreas Schickentanz: tb, Achim Hartmann: tb, Marko Lackner: sax, Frank Sackenheim: sax, Claudius Valk: sax, Stephan Mattner: sax, Marcus Bartelt: sax Markus Schieferdecker: b, Jürgen Friedrich: p, Sebastian Müller: guit, Jens Düppe: dr, Darcy James Argue: ld, comp

Info: www.ccjo.de & www.secretsociety.typepad.com

 

(im Radio: WDR3 Jazznacht: wdr3 jazz.cologne / 28.10. & 29.10. / 20.05-06.00 Uhr)

 

Solveig Slettahjell „Slow Motion Quintet“           Stadtgarten / Konzertsaal                                       22:00 Uhr 

Nachdem sich die norwegische Pastorentochter und Sängerin Solveig Slettahjell in den Anfangsjahren ihres „Slow Motion Quintet“ fast ausschließlich auf Klassiker aus dem Great American Songbook konzentriert hatte – unter anderem bekamen Standards wie etwa „What A Little Moonlight Can Do“ und „What Is This Thing Called Love“ ein ganz neues Gesicht verpasst –, so haben sich die fünf Musiker mittlerweile selbstgeschriebenem Material zugewandt. Dennoch sind Slettahjell und ihr Quintet auch hier ihrer seit vielen Jahren erprobten Arbeitsweise treu geblieben. Das Aufgeregte und Rasante ist nicht ihre Sache – ganz im Gegenteil: Man drosselt das Tempo, konzentriert sich auf Details und reduziert die Songs soweit, bis die eigentlichen Kernaussagen zu Tage kommen. Der Vorteil dieser ungewöhnlichen Methode: Melodik, Harmonik und Rhythmik treten klar und deutlich hervor und das Publikum hat die Möglichkeit, wie durch ein Vergrößerungsglas tief in die Strukturen und Formen der Lieder von Solveig Slettahjell und ihres „Slow Motion Quintet“ zu blicken. Die Entdeckung der Langsamkeit im Jazz.

Solveig Slettahjell: voc, Sjur Miljeteig: tp, Morten Qvenild: p, Mats Eilertsen: b, Per Oddvar Johansen: dr

 

(im Radio: WDR3 Jazznacht: wdr3 jazz.cologne / 28.10. & 29.10. / 20.05-06.00 Uhr)

 

„Humcrush“           Stadtgarten / Konzertsaal                                                                                  24:00 Uhr  

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Stale Storløkken, Keyboarder von Supersilent, und Thomas Strønen, Drummer in der Elektro-Avantgarde-Band Food, kennen sich gut aus, wenn es darum geht, ungewöhnliche Sounds und Rhythmen aus dem Computer ad hoc mit dem Spiel auf ihrem analogen Instrumentarium zu kombinieren. Dabei gehen die beiden in ihrem Duo „Humcrush“ („hum“ bedeutet „summen“ oder „brummen, „crush“ soviel wie „zerquetschen“ oder „Gewühl“) nicht willkürlich vor: Rückgriffe auf den Elektro-Jazz à la Herbie Hancock aus den frühen 1970ern sind in der ambitionierten Mixtur ihres Duos ebenso absichtlich wie Reminiszenzen an Rock, Funk und Soul. Zudem sind Storløkken und Strønen improvisierende Musiker, die auf höchstem Niveau interagieren, um analoge Sounds mit digitalen zu mixen: So fügen sich beispielsweise in ihre Schnippsel aus der (Pop-)Musikgeschichte immer auch krispelnde und fiepende Computerklänge und klackernde und ratternde Beats. Überraschung ist bei Storløkken und Strønen stets auch Programm: mal reduzieren sie ihren verblüffenden Hybrid fast bis zur Unhörbarkeit, mal türmen sie ihn zu rohen, ungeschliffenen Soundscapes auf. „Humcrush“ ist ein erneuter Beweis dafür, wie kreativ und aufregend man in Norwegen mit digitaler Technologie umzugehen versteht.

Stale Storløkken: key, Thomas Strønen: dr, elec

Info: www.thomasstronen.com

 

(im Radio: WDR3 Jazznacht wdr3 jazz.cologne / 28.10. / 20.05-06.00 Uhr)

 

 

"Bonefunk"         Stadtgarten  Restaurant                                                                                            23:00 Uhr  

 Jazz Funk

feat. Xaver Fischer: piano, Rainer Wind: bass, Florian Bungardt: drums, Thorsten Heitzmann: tromb

 

 

Stadtgarten Konzertsaal

 

WDR Funkhaus Wallrafplatz

 
 
27.10.

Eckhard Koltermann Quartett
Kleiner Sendesaal - 18:00 Uhr

 

Ausstellungseröffnung WDR Jazzpreis 2006
Foyer - 19:15 Uhr

  WDR Jazzpreis 2006 Konzerte & Verleihung WDR Big Band Leitung
Klaus von Bismark - 20:00 Uhr
28.10. Florian Weber Trio »Minsarah«
Kleiner Sendesaal - 18:00 Uhr
29.10. The Heritage Orchestra
Klaus-von-Bismarck Saal
11:00 Uhr

 

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