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Mit seinen
eigenen Formation und CD-Veröffentlichungen hat Joey Baron immer
wieder den Beweis angetreten, dass die unterschiedlichen
Spielauffassungen von Tradition und Avantgarde keine Gegensätze
sein müssen. Gleichgültig, ob mit seiner Band „Baron Down“ oder
mit Alben wie etwa „Down Home“, immer überlappen sich bei diesem
Drummer Swing und Drive der alten Jazz-Schule mit der oft
bilderstürmerischen Innovationskraft von zeitgenössischer
Avantgarde und improvisierter Musik. Ein Konzept, wie er es
natürlich auch mit seinem aktuellen Projekt „Killer Joey“
verfolgt. Zusammen mit seinen ebenfalls in der New Yorker
Downtown-Avantgarde-Szene beheimateten Kollegen, dem Bassisten
Tony Scherr und den beiden Gitarristen Steve Cardenas und Brad
Shepik, prüft er nun, ob zum Beispiel wuchtiger P-Funk à la
George Clinton, ob klassischer Soul und R&B mit den
Anforderungen und der Ästhetik einer zeitgenössischen Jazzmusik
kompatibel sind oder nicht. Im Fall von „Killer Joey“ fällt die
Antwort natürlich eindeutig aus: Mit dem sprichwörtlichen Schalk
im Nacken stellen die vier eine brachial klingende Mixtur auf
die Beine, die an Witz und Humor, an ungehindertem Spielfluss
und intelligenter Improvisationskultur nicht zu überbieten ist –
ein großartiges Happening.
Joey Baron:
dr, Steve Cardenas: guit, Brad Shepik: guit, Tony Scherr: b
Info:
www.joeybaron.com
(im Radio:
WDR3 Konzert: wdr3 jazz.cologne / 13.11. / 20.05-22.00 Uhr)
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