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Als der Kontrabassist Dave Holland
1994 sein aktuelles Quintett ins Leben rief, hatte er damit auch
schon den personellen Grundstock für seine spätere Big Band
gelegt: Wie in Hollands kleiner Besetzung übernimmt in seinem
Orchester zum Beispiel der Vibra- und Marimbafonist Steve Nelson
die Rolle des – einzigen – Harmonie-Instruments. Wohl auch
deshalb ist das Klangbild der von Holland vom Kontrabass aus
souverän geleiteten Big Band (Holland: „Ich versuche, mit meinem
Instrument die Klangfarbe der anderen Instrumente zu
beeinflussen, zu erweiteren oder zu verändern.„) mit den zu
hörenden linearen Strukturen locker und luftig. Der Wunsch und
das Ziel des Bandleaders ist es, dass sich seine Musiker mit
ihren jeweiligen instrumentaltechnischen Ausdrucksformen in das
musikalische Geschehen integrieren, ohne dass deren jeweilige
Persönlichkeit verborgen sind. „Darüber hinaus dachte ich, dass
ein 13-köpfiges Ensemble weniger geballt klingen würde als eine
normale Big Band und das mir dies erlauben würde, etwas von der
Intimität des Quintetts zu bewahren„, so der Big-Band-Leader.
Das Repertoire seiner Big Band stammt zum Teil aus dem
mittlerweile umfangreichen Fundus an Stücken des
Kontrabassisten, das er nun für die 13 Musiker umgeschrieben
hat, damit es deren spezifischen musikalischen Eigenheiten
angepasst werden kann. Holland: „Mein Ziel ist, jedem einzelnen
Musiker der Big Band die Gelegenheit zu geben, sich eingehend
mit seinen eigenen kreativen Möglichkeiten zu befassen.„
(www.daveholland.com)
Antonio Hart, Mark
Gross, Gary Smulyan, Mark Turner, sax, Robin Eubanks, Josh
Roseman, Jonathan Arons, tb, Duane Eubanks, Alex Sipiagin,
Taylor Haskins, tp, Steve Nelson, vibraphon, marimba, Dave
Holland, b, Nate Smith, dr |