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Die musikalischen Einflüsse von
Amos Lee sind zwar vielfältig, aber eindeutig. Fragt man den
jungen amerikanischen Singer/Songwriter nach seinen Vorbildern,
so fallen vor allem Namen aus der Soul- und Folk-Szene, wie etwa
Stevie Wonder, Bill Withers und John Prine. Und: „Was Musik
betrifft, gehören die Jahre 1970 bis 1975 zu meiner
Lieblingsperiode“, so Lee. Dabei sah es zuerst nicht danach aus,
dass er eine Karriere als Musiker einschlagen wollte. Erst als
er 18-jährig sein College-Studium begann, brachte er sich selbst
das Gitarrenspielen bei. Aber schon bald fand sich Lee in einem
Kreis Gleichgesinnter wieder, mit denen er die ersten Schritte
hin zu seinem mittlerweile typisch geworden, stilistisch
breitgefächerten Soundmix machte. Er schlägt mit seiner Band
gekonnt einen Bogen über akustischen Soul und Folk, Jazz und
Blues. Seine Lyrics sind schlicht, fragil und intim, die Songs
sind akzentuiert, ehrlich und rau: mal gräbt er sich
bluesig-schwer durch das Mississippi-Delta, mal lässt er mit
seiner hohen Falsettstimme die 1960er auferstehen, als etwa
Soulgrößen wie Otis Redding und Curtis Mayfield ihre Erfolge
feierten. Doch Lee ist weit davon entfernt nur zu imitieren. Mit
seinem (musik-)historischen Bewusstsein findet er nämlich zu
einem starken und vor allem eigenständigen künstlerischen
Profil: „Amos Lees Stimme befördert den Zuhörer bereits nach den
ersten Takten in einen Zustand vollkommener Entspannung. Hoch,
aber nicht überzogen, ruhig, aber nicht lasch, vibrierend, aber
nicht künstlich, lässt sie sich von einzelnen Klaviernoten,
einer Akustikgitarre und einer leisen Rhythmusgruppe einfühlsam
begleiten“, heißt es etwa auf der Website laut.de über
die schlicht mit seinem Namen betitelte aktuelle CD. (www.amoslee.com
)
Amos Lee: voc, guit,
Nate Skiles: guit, tp, voc, Jaron Olevsky: b,
Freddie Berman: dr |