Jazzcologne 2005                 Freitag, 08.07.2005

Stockhausen/ Comisso/ Thomé      Funkhaus Wallrafplatz, Kleiner Sendesaal   17:00 Uhr    Eintritt frei
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Markus Stockhausen hat mit seinem nicht nur in Musikerkreisen berühmten Nachnamen kein Problem. Als Trompeter und auch als Komponist hat er zu einer eigenständigen künstlerischen Identität gefunden, in die er mühelos die familiär bedingten musikalischen Eigenarten zu integrieren versteht. Und darüber hinaus ist Markus Stockhausen ebenso wie sein Vater Karlheinz ein Grenzgänger zwischen den musikalischen Welten und versöhnt komponierte mit improvisierter Musik. Mit seinem aktuellen Trio mit dem Pianisten und Synthesizerspieler Angelo Comisso und  dem Percussionisten Christian Thomé greift der mit einem strahlenden Ton ausgestattete Trompeter noch einmal einen Strang auf, den er bereits mit Rainer Brüninghaus und Fredy Studer vor 20 Jahren in Händen hielt. Und wie damals beschwören die drei Musiker auch heute wieder großflächige Räume. Entspannt und locker reduzieren sie ihre lyrisch-hymnische, vom Jazz inspirierte Klangsprache auf das Wesentliche. Man versteht sich intuitiv im musikalischen Miteinander und geht gelassen aufeinander ein, um mit flirrenden Atmosphären und schlichter Motivik die Schönheit des Klangs herauszuarbeiten. „Ich spiele mit vielen meiner musikalischen Partner keinen klassischen Jazz nach der Art: Hier ist das Thema, da ist die Improvisation darüber, mit klarem rhythmischen und harmonischen Konzept„, so Stockhausens Erklärung seiner stilistische Unberechenbarkeit im Magazin Jazz thing – und: „Ich glaube, in jeder menschlichen und künstlerischen Kombination ergibt sich eine bestimmte Sprache, Ästhetik und ein spezieller Anspruch. Er ist geprägt davon, was die einzelnen Persönlichkeiten mitbringen.„ (www.markusstockhausen.de)

Markus Stockhausen: tp, elec, Angelo Comisso: p, synth, Christian Thomé: dr, voc

Brad Shepik Trio

 

Brian Blade

Brad Shepik Trio  & Brain Blade Fellowship     Stadtgarten   20.00 Uhr    Eintritt: 14/18 Euro
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Brad Shepik Trio
Nachdem Brad Shepik 1990 nach New York gekommen war, konnte er sich in der dortigen Downtown-Avantgarde-Szene sehr schnell einen herausragenden Namen als vielseitiger und versierter Gitarrist machen. Schon damals war er für die verschiedenen Formen und Ausprägungen zeitgenössischer Musik offen. Gleichgültig, ob Shepik etwa in Dave Douglas’ Tiny Bell Trio und Paul Motions Electric Bebop Band zitatenreich zeitgenössischen Jazz gespielt hat oder sich in Chris Speeds Band Pachora auf einen nach vielen Seiten stilistisch offenen Klezmer zum Besten gab, stets geht er respektvoll mit den musikalischen Vorlagen um und gibt den jeweiligen Projekten mit seinem eigensinnigen, immer auch komplexen Spiel eine ganz persönliche Note. Natürlich ist dies auch in seinen eigenen Bands der Fall. Und wenn Shepik zum Beispiel mit einem Orgel-Trio unterwegs ist, dann muss man sich darauf gefasst machen, eben keinen trendigen Retro-Soul-Jazz live auf der Bühne zu hören. Vielmehr schimmern auch und gerade in einer solchen Jam-Band die musikalischen Erfahrungen durch, die der Gitarrist im Laufe seiner Karriere sammeln konnte: Folk, Blues, Rock, Worldmusic, Avantgarde, Modern und Free Jazz. Doch eines ist auch bei diesem Orgel-Trio gewiss: „Jazz sollte die Zuhörer berühren„, wie der Gitarrist nicht aufhört zu beteuern. (www.bradshepik.com)
Brad shepik: guit ,Gary Versace: org
, Tom Rainey: dr

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Brain Blade Fellowship
In den letzten Jahren sorgte der aus Louisiana stammende Schlagzeuger Brian Blade vor allem im aktuellen Quartett der Saxofonlegende Wayne Shorter weltweit für Furore. Im Zusammenspiel mit dem Kontrabassisten John Pattitucci, dem Pianisten Danilo Perez und dem Bandleader steuert er instiktsicher und sensibel hinter dem Drumset sitzend das musikalische Geschehen dieser Band. Längst ist Blade in der ersten Liga der internationalen Jazzszene angekommen und setzt mit seinem feinfühligen, melodischen Spiel auf dem Schlagzeug Akzente. Und das nicht nur in einem Jazzumfeld: Mittlerweile wird der Shooting-Star von so stilistisch unterschiedlichen Musikern wie Bob Dylan, Emmylou Harris, Joni Mitchell und Daniel Lanois als Gastmusiker für deren Projekte gebucht. All diese verschiedenen Erfahrungen, die Blade in seiner noch jungen Karriere gesammelt hat, bestimmen natürlich auch das Klangbild seiner eigenen Formation Fellowship. Obwohl er im Laufe der letzten Jahre diese Band immer wieder umbesetzt hat, so ist der Name seines Ensembles dennoch Programm: Man geht kameradschaftlich miteinander um, spielt sich risikobereit die Bälle zu und hält die Waage zwischen dem kompakten Ensemble-Spiel und mutigen Solo-Ritten der Musiker. Das Ergebnis: ein traditionsbewusster, hymisch gespielter und spiritueller (jazz-)musikerlischer Mix. „Du musst alles von dir geben, wenn du ernsthaft Musik machen willst„, so Blades Beschreibung seines Credos im Magazin Jazzpodium.
Myron Walden: sax, cl, Melvin Butler: sax, Jon Cowherd: p
, Doug Weiss: b, Brian Blade: dr

r.a.m. – round about midnight „Felix Heydemann Groove Connection“

r.a.m. – round about midnight „Felix Heydemann Groove Connection“    Stadtgarten Restaurant  23:00 Uhr    Eintritt frei
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Der Bandname Felix Heydemann Groove Connection ist Programm: frischer Jazz mit Einflüssen aus Soul und Funk der 1960er und 1970er. Eine Hammond B3 liefert die notwendige Authentizität und das Quartett mixt die treibenden Grooves der klassischen Soul-Jazz-Ära mit modernem Jazz und Latin-Funk. Der Clou: Einige Stücken besitzen auch noch einen Touch von Disco und House.

Felix Heydemann: guit, Felix Petry: sax, Dirk Schaadt: org, Yonga Sun: dr

Stadtgarten Konzertsaal

 

Studio 672

 
 
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