Jazzcologne 2005                 Donnerstag, 07.07.2005

John Scofield

John Scofield Group                         Stadtgarten  20:00 Uhr                      Eintritt: 18/22€
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Wie sein einstiger Arbeitgeber Miles Davis lässt sich der Gitarrist John Scofield stilistisch nicht festlegen. Gleichgültig, ob sich der Gitarrist in einem Jazzrock-, Modern-Jazz- oder Funk-Umfeld tummelt, stets bleibt er mit seinem markanten Spiel auf der Gitarre und einem oft verwischt phrasierten, bluesig-rauen Ton wiedererkennbar. Die Erklärung für seine musikalische Offenheit ist simpel: „Ich versuche nur, alles so gut wie möglich zu machen und dann zum Nächsten überzugehen„, so Scofield im Magazin Jazz thing. Wie vielseitig er ist, zeigt sich an den zahlreichen, musikalisch so verschiedenen Projekten, an denen er in den letzten 30 Jahren als Sideman und als Leader beteiligt war: So avancierte er zum Beispiel zuletzt mit Veröffentlichungen von CDs wie etwa „Überjam„ und „Up All Night„ zum Jam-Band-Helden bei einer jungen Musiker-Generation, ließ sich mit Mark-Anthony Turnages Stück „Scorched„ ein sinfonisches Denkmal setzen, an dem er natürlich auch als Instrumentalist beteiligt war, brachte mit „EnRoute„ ein locker swingendes, musikalisch überzeugendes Gitarren-Trio-Album mit Steve Swallow und Bill Stewart auf den Markt und setzt gerade mit der Veröffentlichung von „That’s What I Say„ dem im letzten Jahr verstorbenen „Genius Of Soul„ Ray Charles ein stets groovendes, immer aber auch jazztypisches Denkmal. Mit seinem Quartett, mit dem er in diesem Sommer auf Tournee durch Europa ist und für das er unter anderem den Shooting-Star am Saxofon, Chris Potter, als Gastmusiker gewinnen konnte, kehrt Scofield musikalisch noch einmal in die späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre zurück, als er für das Traditionslabel Blue Note einige spannende und aufsehenerregende Modern-Jazz-CD aufnahm. Wie damals vor 15 Jahren zieht er auch heute wieder mit einer Quartett-Besetzung die Quintessenz seines Schaffens der letzten Jahre und baut in das akustische, Scofield-typische musikalische Material eben auch seine gemachten Erfahrungen aus Funk, Soul und Rock ein, natürlich ohne seine Vorliebe für prägnante und Spannung erzeugende Solo-Chorusse auf der Gitarre zu verleugnen. Scofield: „Man will ja irgendwie, dass alles, was man macht, besonders ist.„ (www.johnscofield.com)
John Scofield: guit, Chris Potter: sax, Dennis Irwin: b
, Bill Stewart: dr

The Shack „2 Generations of Trumpets feat. World Allstars Big Band“

The Shack „2 Generations of Trumpets feat. World Allstars Big Band“   Studio 672    21.00 Uhr   Eintritt: 08/10 Euro
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Den Bandnamen hat Matthias Schriefl wohl augenzwinkernd gewählt. Seine World Allstars Big Band ist natürlich keine richtige Big Band sondern ein Quintett mit zwei Blechbläsern und einer Rhythmusgruppe. Aber dennoch hat dieser Bandname einen „ernsthaften„ Hintergrund. Der Trompeter Schriefl und dessen fast 20 Jahre älterer Kollege Andy Haderer greifen neben ihren Hauptinstrumenten immer wieder auch zum Baritonhorn, Ventilposaune, „Kulu-Horn„ und Flügelhorn. Mit diesem ungewöhnlichen Instrumentarium erzeugen die beiden in dem von Schriefl initiierten Programm „2 Generations Of Trumpets„ eine fast schon als orchestral zu bezeichnende Fülle. Und deren Klangfarbenpracht kommt vor der lässig swingenden Spielkunst der mit Hubert Nuss am Piano, Ingmar Heller am Bass und Hans Dekker an den Drums versiert besetzten Rhythm-Section erst richtig zur Geltung. Das Repertoire der World Allstars Big Band umfasst neben griffigen und extra für diese Besetzung gesetzten Arrangements von Jazz-Standards auch einige humorvoll geschriebene Originalkompositionen der beiden Trompeter. Schriefls World Allstars Big Band muss also überhaupt nicht größer oder gar erwachsener werden.
Hubert Nuss: p, Ingmar Heller: b, Hans Dekker: d, Matthias Schriefl: tr, bariton horn, flh, Andy Haderer, tr, piccolo tr, kulu horn, tb

r.a.m. -  round about midnight: „Phil Maturano Latin Jazz"

r.a.m. -  round about midnight: „Phil Maturano Latin Jazz"    Stadtgarten Restaurant  23:00 Uhr     Eintritt frei
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Phil Maturano ist einer der wenigen US-amerikanischen Latin-Jazz-Drummer, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Mit seinem Trio präsentiert er einen virtuosen zeitgenössischen Latin Jazz. Die zu hörenden Originals und Standars aus Lateinamerika sind energiegeladen und dynamisch und bieten darüber hinaus genügend Raum für rhythmisch-expressive Solo-Chorusse.

Christian Torkewitz: keys, Dave King: b, Phil Maturano: dr

Stadtgarten Konzertsaal

 

Studio 672

 
 
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