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John Scofield Group Stadtgarten
20:00 Uhr
Eintritt:
18/22€ |
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Wie sein einstiger Arbeitgeber
Miles Davis lässt sich der Gitarrist John Scofield stilistisch
nicht festlegen. Gleichgültig, ob sich der Gitarrist in einem
Jazzrock-, Modern-Jazz- oder Funk-Umfeld tummelt, stets bleibt
er mit seinem markanten Spiel auf der Gitarre und einem oft
verwischt phrasierten, bluesig-rauen Ton wiedererkennbar. Die
Erklärung für seine musikalische Offenheit ist simpel: „Ich
versuche nur, alles so gut wie möglich zu machen und dann zum
Nächsten überzugehen„, so Scofield im Magazin Jazz thing. Wie
vielseitig er ist, zeigt sich an den zahlreichen, musikalisch so
verschiedenen Projekten, an denen er in den letzten 30 Jahren
als Sideman und als Leader beteiligt war: So avancierte er zum
Beispiel zuletzt mit Veröffentlichungen von CDs wie etwa „Überjam„
und „Up All Night„ zum Jam-Band-Helden bei einer jungen
Musiker-Generation, ließ sich mit Mark-Anthony Turnages Stück „Scorched„
ein sinfonisches Denkmal setzen, an dem er natürlich auch als
Instrumentalist beteiligt war, brachte mit „EnRoute„ ein locker
swingendes, musikalisch überzeugendes Gitarren-Trio-Album mit
Steve Swallow und Bill Stewart auf den Markt und setzt gerade
mit der Veröffentlichung von „That’s What I Say„ dem im letzten
Jahr verstorbenen „Genius Of Soul„ Ray Charles ein stets
groovendes, immer aber auch jazztypisches Denkmal. Mit seinem
Quartett, mit dem er in diesem Sommer auf Tournee durch Europa
ist und für das er unter anderem den Shooting-Star am Saxofon,
Chris Potter, als Gastmusiker gewinnen konnte, kehrt Scofield
musikalisch noch einmal in die späten 1980er- und frühen
1990er-Jahre zurück, als er für das Traditionslabel Blue Note
einige spannende und aufsehenerregende Modern-Jazz-CD aufnahm.
Wie damals vor 15 Jahren zieht er auch heute wieder mit einer
Quartett-Besetzung die Quintessenz seines Schaffens der letzten
Jahre und baut in das akustische, Scofield-typische musikalische
Material eben auch seine gemachten Erfahrungen aus Funk, Soul
und Rock ein, natürlich ohne seine Vorliebe für prägnante und
Spannung erzeugende Solo-Chorusse auf der Gitarre zu verleugnen.
Scofield: „Man will ja irgendwie, dass alles, was man macht,
besonders ist.„
(www.johnscofield.com)
John Scofield: guit, Chris Potter: sax, Dennis Irwin: b,
Bill Stewart: dr |
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The Shack „2 Generations of
Trumpets feat. World Allstars Big Band“ Studio
672 21.00 Uhr
Eintritt: 08/10 Euro |
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Den
Bandnamen hat Matthias Schriefl wohl augenzwinkernd
gewählt. Seine World Allstars Big Band ist natürlich
keine richtige Big Band sondern ein Quintett mit
zwei Blechbläsern und einer Rhythmusgruppe. Aber
dennoch hat dieser Bandname einen „ernsthaften„
Hintergrund. Der Trompeter Schriefl und dessen fast
20 Jahre älterer Kollege Andy Haderer greifen neben
ihren Hauptinstrumenten immer wieder auch zum
Baritonhorn, Ventilposaune, „Kulu-Horn„ und
Flügelhorn. Mit diesem ungewöhnlichen
Instrumentarium erzeugen die beiden in dem von
Schriefl initiierten Programm „2 Generations Of
Trumpets„ eine fast schon als orchestral zu
bezeichnende Fülle. Und deren Klangfarbenpracht
kommt vor der lässig swingenden Spielkunst der mit
Hubert Nuss am Piano, Ingmar Heller am Bass und Hans
Dekker an den Drums versiert besetzten
Rhythm-Section erst richtig zur Geltung. Das
Repertoire der World Allstars Big Band umfasst neben
griffigen und extra für diese Besetzung gesetzten
Arrangements von Jazz-Standards auch einige
humorvoll geschriebene Originalkompositionen der
beiden Trompeter. Schriefls World Allstars Big Band
muss also überhaupt nicht größer oder gar
erwachsener werden.
Hubert Nuss: p, Ingmar Heller: b, Hans Dekker: d,
Matthias Schriefl: tr, bariton horn, flh,
Andy Haderer, tr, piccolo tr, kulu horn, tb |
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